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HUU - Hyperurikosurie und Hyperurikämie

 

Hyperurikämie beschreibt einen erhöhten Harnsäurespiegel im Blut, der langfristig gesundheitliche Probleme verursachen kann. Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen, die sowohl über die Nahrung aufgenommen als auch im Körper selbst gebildet werden.

Beim Australian Shepherd ist diese Erkrankung im Vergleich zu einigen anderen Rassen (z. B. Dalmatiner) eher selten, kann jedoch durch genetische Veranlagung, Stoffwechselstörungen, falsche Ernährung oder eingeschränkte Nierenfunktion auftreten. Besonders purinreiche Futtermittel wie Innereien, bestimmte Fischsorten oder stark eiweißreiche Kost können den Harnsäurespiegel zusätzlich erhöhen.

Typische Folgen einer Hyperurikämie sind die Bildung von Harnsteinen in Blase oder Harnwegen. Diese können zu Beschwerden wie häufigem Wasserlassen, Schmerzen beim Urinieren, Blut im Urin oder sogar Harnverhalt führen. In schweren Fällen kann es zu Nierenschäden kommen.

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch Blut- und Urinuntersuchungen sowie bildgebende Verfahren wie Ultraschall. Die Behandlung zielt darauf ab, den Harnsäurespiegel zu senken und die Bildung von Steinen zu verhindern. Dazu gehören eine purinarme Diät, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und gegebenenfalls Medikamente, die den Harnsäurestoffwechsel beeinflussen.

Vorbeugend ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, regelmäßige tierärztliche Kontrollen durchzuführen und erste Anzeichen von Harnproblemen frühzeitig abklären zu lassen. Insgesamt ist Hyperurikämie beim Australian Shepherd gut behandelbar, wenn sie rechtzeitig erkannt wird.